Die Stadt Alexandria wurde von Alexander dem Großen im Jahre 332 v.u.Z. gegründet. Diese Stadt sollte der Mittelpunkt des Welthandels werden, was sie auch 300 Jahre lang war. Nach dem Tode Alexanders übernahm Ptolemäus die Herrschaft und er war es auch, der den Leuchtturm errichten ließ.

Dieser Leuchtturm sollte der größte der Welt werden. Nach 20 Jahren war es dann so weit, der Leuchtturm war fertig und hatte eine stattliche Größe von 122 Metern. Sein Licht schien mit Hilfe eines Hohlspiegels aus polierter Bronze ca. 55 km weit.

Sein genauer Standort war die Insel Pharos, die mit einem 1,3 km langen Damm mit der Stadt verbunden war. Der Leuchtturm hatte 3 Stockwerke und stand auf einem ummauerten Fundament. Auf diesem Fundament befand sich ein quaderförmiges, sich leicht nach oben verjüngendes Viereck. Von dort ging es weiter mit einem etwas zurückgesetzten achteckigen Geschoß, das eine Höhe von 34,5 Meter hatte. Das Feuer im Turm brannte Tag und Nacht und damit es nicht ausging wurde über einen Aufzug Brennstoff in den 3. Stock transportiert.

Auch dieses Weltwunder fiel Erdbeben im 7. Jahrhundert zum Opfer. Aber dennoch tat der Leuchtturm weiterhin seinen Dienst und das einige Jahrhunderte lang. Bis Mutter Natur ihn im 14 Jahrhundert durch ein erneutes Erdbeben völlig zerstörte.

Auf den Resten erbauten Mamelucken das Fort Kait Bay. In dessen Mauern kann man Säulenstümpfe erkennen. Unter Wasser kann man noch heute das Fundament des Leuchtturms bewundern.

Literatur

H. Thiersch, Pharos. Antike, Islam und Occident (Berlin/Leipzig 1909).

K. Brodersen, Ein Weltwunder auf "gläsernen Füßen". Der Pharos von Alexandria in neuem Licht, Antike Welt 24, 1993, 207-211.